Eigentlich wollte ich gestern die dritte Staffel The Night Agent auf Netflix binge-watchen.
Ein letzter Griff zum Telefon.
Irgendwo zwischen S3 E2 und S3 E3 wurde mir klar:
Ich sehe gar nicht hin.
Ich war in Posts, Threads und Artikeln verschwunden.
Prompt Driven Development.
PDD hier, PDD da.
Weniger Netflix, mehr Meinung.
Mehr Deutung.
Mehr Projektion.
Zwischen zwei Absätzen begriff ich:
Ich setze den Begriff „Prompt“ viel zu sehr ins Zentrum.
Dabei weiß ich es besser:
PDD ist kein Prompt Engineering.
Prompts sind nur das Interface – nicht das System.
Prompt Driven Development ist Architektur-Arbeit mit neuen Mitteln.
Es braucht Kontext.
Es braucht Rollenverteilung.
Es braucht die harte Disziplin von Iteration und Review.
Der „perfekte Prompt“ ist eine gefährliche Illusion.
Sie entsteht oft dort, wo solide Architektur fehlt –
oder wo man hofft, Design-Entscheidungen durch geschickte Formulierungen ersetzen zu können.
Ich werde wohl noch Zeit brauchen, bis das neue Vokabular aus dem flüchtigen Speicher
in mein echtes Gedächtnis wandert.
Bis aus Experiment und Hype-Coding wieder das wird, was es immer war:
Handwerk.
Einfach nur: Coding.
— Eine Randnotiz aus dem Zwischenraum zwischen zwei Tabs.