Current Work: Context-Verified Development (CVD)

Status: Aktiv in der Konzeptionierung und praktischen Erprobung.

Der aktuelle Hype um Vibe Coding und das rein textbasierte „Hoffnungs-Prompting“ stoßen bei skalierten Codebases an eine fundamentale Grenze: KI-Agenten verlieren die architektonische Integrität und produzieren schleichend Legacy-Code [1].

Mein aktueller Arbeitsschwerpunkt Context-Verified Development (CVD) verschiebt den Hebel im Prompt Driven Development (PDD) radikal weg von der Syntax-Ebene [1]. Code wird hierbei zum flüchtigen Abfallprodukt – zu einem austauschbaren Artefakt, das jederzeit verworfen und neu generiert werden kann [1]. Das eigentliche, wertvolle Core-Asset ist die explizite Modellierung des Kontextes [1].

Fachlicher Kern der Methode

Das Prinzip bricht mit der nachgelagerten Fehlerbehebung (Post-Verification) und etabliert eine unerbittliche Kontrollschleife vor der eigentlichen Code-Generierung [1]:

    • Kein Context-Dumping: Verzicht auf das blinde Übergeben vollständiger Codebases an das LLM (Vermeidung von Token-Verschwendung und Lost-in-the-Middle-Effekten).
    • Validierung des Ausführungsplans: Die von der KI geplante Änderung (Schnittstellen, logische Pfade) wird isoliert erfasst und vor dem Generierungsaufruf deterministisch gegen die bestehende Systemlandschaft geprüft.
    • Punktgenaue Generierung: Erst nach erfolgreicher Verifizierung des Ausführungsplans erhält das LLM eine exakt eingegrenzte, logisch dichte Gussform zur Code-Erzeugung.

Der aktuelle Schmerzpunkt: Maschinenlesbare Kontexte

Damit diese automatisierte Vorab-Validierung funktioniert, darf Kontext (Architekturregeln, Security, Domänenwissen) nicht länger implizit in Köpfen oder ungenauen Text-Dokumenten leben [1].

Das aktuelle Forschungsziel ist die Überführung dieses Wissens in einen absolut wasserdichten, maschinenlesbaren und maschineninterpretierbaren Kontext [1] (z. B. über formale Schemata oder explizite Architektur-Graphen). Die Rolle von Entwickler:innen transformiert sich damit folgerichtig: weg von der Syntax, hin zur präzisen System- und Kontextmodellierung [1].

Den vollständigen Essay zu diesem Paradigmenwechsel gibt es ab sofort hier nachzulesen: Medium-Artikel vom 05.06.2026. [1]